MdB Stefan Schwartze unterstützt interkulturellen Austausch

Veröffentlicht am 13.02.2020 in MdB und MdL

River Harper, Stefan Schwartze, Calvin Siemers © Büro Schwartze CC BY-NC-ND 3.0 DE

Sie freuen sich auf Bockwurst mit Kartoffelsalat, deutsche Städte und Bundesliga: Auch in diesem Jahr findet wieder das Parlamentarische-Patenschafts-Programm, kurz PPP, zwischen dem US-amerikanischen Kongress und dem deutschen Bundestag statt, 2019/2020 bereits im 36. Durchlauf. Seit 1983 ermöglicht es deutschen und US-amerikanischen Jugendlichen, mit einem Vollstipendium ein Schuljahr im jeweils anderen Land zu verbringen und Junior-Botschafter*innen ihres Landes zu sein. Dabei ist allen gemeinsam, dass sie eine Patin oder einen Paten aus dem Bundestag zur Seite gestellt bekommen.

Stefan Schwartze, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen, betreut wie auch in den letzten Jahren zwei Austauschschüler, die im August aus den USA angereist sind. Er freut sich sehr, die Stipendiaten kennenzulernen und mit ihnen in seinem Herforder Büro ins Gespräch zu kommen. Seit knapp einem halben Jahr sind die Beiden nun in Deutschland und können bereits von vielen tollen Erfahrungen berichten.

Der 18jährige River Harper stammt aus Atlanta, einer Großstadt in Südwesten der USA mit fast sechs Millionen Einwohnern. Hier in Deutschland lebt er zusammen mit seiner Gastfamilie in Bad Oeynhausen. Während des Austauschprogramms besucht er die Jahrgangsstufe Q1 des Immanuel-Kant-Gymnasiums der Stadt und hat schon viele Kontakte geknüpft, aus denen bereits einige gute Freundschaften entstanden sind. In der Schule bewundert River besonders die Offenheit seiner Mitschüler, der Umgang mit den kleineren 5.Klässlern ist hingegen ungewohnt. „Unser Schulsystem in Amerika funktioniert ganz anders. Es gibt keine getrennten Schulsysteme und auf die spätere Highschool gehen nur Schüler aus den Stufen neun bis zwölf“. Auch hat jeder Lehrer in den USA einen eigenen Unterrichtsraum, das mache die Lehrer verfügbarer. Der Größenunterschied zwischen seiner Heimatstadt und Bad Oeynhausen mache ihm aber doch etwas zu schaffen, deshalb unternimmt er zusammen mit seinem Austauschpartner gerne Städtetrips. Im Zuge des Parlamentarischen-Partnerschafts-Programms sind sie schon gemeinsam in Köln, Koblenz, Frankfurt und Hamburg gewesen.

Ähnliches berichtet Stipendiat Calvin Siemers. Er kommt aus der Umgebung von Charlottesville und wohnt während seines Aufenthaltes in Deutschland bei einer Gastfamilie in Löhne. Dort besucht er das August-Griese-Berufskolleg. Ihn beeindrucken auch die Freistunden in der Schule: „Wir haben zwar Freistunden in den USA, aber nicht so häufig und wir können dann auch nicht einfach nach Hause gehen“. Ein bisschen fehlt ihm Amerika aber doch. Er vermisst sein Auto, für ihn ein „Stück Freiheit“. Deshalb freut er sich besonders über die Möglichkeit, mit der Bahn zu fahren, Städtetrips zu machen und andere Austauschschüler zu besuchen. „In Amerika ist Zugfahren nicht so weit verbreitet wie in Deutschland. Gerade für uns Austauschschüler ist die Bahn sehr praktisch, wir nutzen sie viel“. Er möchte vor allem die Mentalität und die Denkweise Deutschlands kennenlernen: „Dafür eigenen sich Städtetrips am besten“. Außerdem sei die Bahn viel besser für die Umwelt. 

Diesen Aspekt werden die Beiden auch wieder mit in Richtung Amerika nehmen: Umweltschutz. Besonders die Amerikaner täten bei weitem nicht so viel wie die Deutschen für die Umwelt. Sie möchten versuchen, das Bewusstsein, über die Umwelt und ihre Auswirkungen auf andere Länder, auch in Amerika weiterzutragen. Um sich auch selbst daran zu beteiligen haben sich die 18jährigen vorgenommen, in Amerika weniger Auto zu fahren.

Außerdem möchten River und Calvin jeden dazu ermutigen, auch ins Ausland zu gehen, um andere Kulturen und Mentalitäten kennenzulernen. „Je früher man anfängt, desto besser! Zwar können die Bewerbung und die Auswahlrunden zermürbend sein, aber dieser Aufwand lohnt sich allemal!“ Schade sei, dass in Amerika Projekte wie das Parlamentarische-Partnerschafts-Programm deutlich seltener auf der Tagesordnung lägen als in Deutschland. Es fänden auch grundsätzlich weniger Austäusche mit anderen Ländern statt. „Wir möchten das ändern“, sind sich beide einig.

Auch Stefan Schwartze sieht große Vorteile in Austauschprogrammen wie dem Parlamentarischen-Partnerschafts-Programm: „Wenn man die Menschen aus einem anderen Land und deren Mentalität kennt, dann versteht man dieses Land auch viel besser“. Von diesem Programm profitieren aber nicht nur die Schüler. „Ganz besonders ist auch die Erfahrung für die Gastfamilien. Ich möchte die Familien in Herford, Bad Oeynhausen und Umgebung dazu ermutigen, eine Schülerin oder einen Schüler aus den USA bei sich aufzunehmen“, so Schwartze. 

Stolz könne man aber auch darauf sein, dass sich Auslandsjahre in Deutschland so großartig weiterentwickelt haben. „Ein Austausch beruht immer auf Vertrauen und Gegenseitigkeit. Ich finde es toll, wenn ich Menschen eine Chance geben kann, über das PPP ein neues Land kennenzulernen und neue Freunde zu finden“. Zusätzlich fördere ein Auslandsaufenthalt auch massiv die Persönlichkeitsentwicklung.

In den USA haben beide Stipendiaten schon ihren Highschool-Abschluss, weshalb sie für die Zeit nach dem Parlamentarischen-Partnerschafts-Programm schon konkrete Vorstellungen haben: River möchte Jura studieren und sich weiterhin mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen beschäftigen, möglicherweise sogar als Botschafter. Calvin hingegen stellt sich ein Studium in Luft- und Raumfahrttechnik vor, am liebsten hier bei Airbus in Deutschland.

Bis dahin ist allerdings noch Zeit. Für den 23. Juni ist der Rückflug nach Washington D.C. angesetzt. Wir wünschen River und Calvin für das kommende halbe Jahr in Deutschland viel Spaß, und später, zurück in den USA, viel Erfolg für die angestrebte Berufswahl.

Interessierte Familien, die für einige Monate oder ein ganzes Schuljahr zur PPP-Gastfamilie werden möchten, können sich gerne an die Geschäftsstelle von Experiment e.V. in Bonn wenden. Gerne hilft Ihnen Ansprechpartner Matthias Lichan weiter (Tel. 0228 95722-21, E-Mail: lichan@experiment-ev.de). Weitere Informationen rund um das Thema Gastfamilie gibt es unter www.experiment-ev.de/gastfreundlich.

 
 

Starke Bilanz. Gemeinsam angepackt.

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