SPD Bad Oeynhausen

Gemeinsam für Bad Oeynhausen

"Die Stadt als Wirtschaftsstandort stärken"

Veröffentlicht am 24.01.2015 in Presse

Interview: Achim Wilmsmeier über seine Bürgermeister-Kandidatur in Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen. Große Hoffnungen von gleich fünf Parteien ruhen auf Achim Wilmsmeier. Der 45-jährige Löhner wurde am Freitag von SPD, Grünen, den Bürgern für Bad Oeynhausen (BBO) den Unabhängigen Wählern (UW) und der Linken als gemeinsamer Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 13. September vorgestellt. Mit Redakteur Jörg Stuke sprach er jetzt im exklusiven NW-Interview darüber, welche Schwerpunkte er im Falle seiner Wahl setzen will. 

Herr Wilmsmeier, Sie wohnen in Löhne, sind Kämmerer in Espelkamp. Warum wollen Sie in Bad Oeynhausen Bürgermeister werden?

Achim Wilmsmeier: Bürgermeister zu werden ist eine logische Weiterentwicklung meiner Karriere. Ich habe Verwaltung von der Pike auf gelernt, habe jahrelang im Verwaltungsvorstand gearbeitet und sehe gute Chancen, als Bürgermeister gestalten zu können.

Und warum Bad Oeynhausen?

Wilmsmeier: Zunächst mal: Warum nicht Löhne? In Löhne wäre die Nähe der Familie zum Amt sehr groß gewesen. Man weiß ja, dass mit dem Amt auch Belastungen in der Öffentlichkeit auf einen zukommen. Für die Familie ist es besser, das in der Nachbarschaft zu machen. Und Bad Oeynhausen ist natürlich ein einzigartige Stadt mit besonderen Einrichtungen wie Kurpark, GOP, Herzzentrum und Wittekindshof. 

Und warum sollten die Bad Oeynhausener Sie zum Bürgermeister wählen?

Wilmsmeier: Weil ich ein ausgewiesener Fachmann in Sachen Verwaltung und Finanzen bin, und damit der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz wäre. 

Stichwort Finanzen. Sie sind Kämmerer in Espelkamp. Heißt dass, wenn Sie denn Bürgermeister würden, dass Sie in Bad Oeynhausen die Finanzen zur Chefsache machen?

Wilmsmeier: Wichtig sind die schon für eine Stadt. Aufgrund meiner Verwaltungshistorie liegt mir das Thema besonders am Herzen. Von daher werde ich natürlich auch mit Herzblut auf die Finanzen schauen, um die Gestaltungsfreiheit für die Bürger wieder zu erlangen.

Wo würden Sie da ansetzen?

Wilmsmeier: Ich bin zwar als Löhner relativ nah dran und lese auch eben entsprechend die Lokalpresse. Ein abschließendes Bild kann ich mir erst machen, wenn ich die Haushaltsdetails sehe. 

Mal abgesehen vom Geld, wo sehen Sie weitere Aufgabenfelder für den nächsten Bürgermeister von Bad Oeynhausen?

Wilmsmeier: Wichtig sind die Arbeitsplätze. Es ist wichtig, die Stadt als aktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter zu entwickeln.

Was kann der Bürgermeister dafür tun?

Wilmsmeier: Es ist wichtig zu schauen, inwieweit die Betriebe ein ordentliches Umfeld vorfinden. Und es geht natürlich darum, den Standort in Richtung Bildung und Gesundheit weiter zu stärken. Das heißt: Schulstandorte möglichst erhalten, Kindergärten stärken, den Gesundheitsstandort ausbauen.

Sie kennen natürlich Bad Oeynhausen als Gesundheitsstandort. Wie gut kennen Sie den Rest der Stadt schon?

Wilmsmeier: Wenn man hier in der Region aufgewachsen ist, dann kennt man Bad Oeynhausen sehr gut mit seiner Strahlkraft. Mein Opa hat in der Weserhütte gearbeitet, meine Frau ist zeitweise in Oberbecksen zur Schule gegangen, in der Jugend war der Schweinebrunnen oft Treffpunkt. Neben Besuchen von Parklichtern, Innenstadtfete und den Weihnachtsmärkten nutze ich auch die Sportmöglichkeiten wie die Bali-Theme oder die Joggingstrecke entlang der Werre durch den Sielpark immer wieder gern.

Wo sehen Sie als Löhner in Zukunft größere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den Städten Bad Oeynhausen und Löhne?

Wilmsmeier: Grundsätzlich sehe ich Zusammenarbeitsmöglichkeiten bei vielen Angelegenheiten, die im Backoffice liegen, die also innerhalb der Verwaltung sind und nicht unmittelbar Auswirkung auf den Bürger haben. Beispielsweise bei der Personalabrechnung oder mit einem gemeinsames Rechenzentrum. 

Wie ich erfahren habe, sind Sie in Ihrer Freizeit begeisterter Schwimmer. Nun wissen wir ja, dass beide Städte nicht die allermodernsten Hallenbäder haben. Ist für Sie ein gemeinsames Hallenbad der beiden Städte Bad Oeynhausen und Löhne denkbar?

Wilmsmeier: Das ist grundsätzlich denkbar. Es kommt aber auf zwei entscheidende Fragen an: Wo ist dann dieser Standort, der von beiden Städten gut erreicht werden kann? Und wie ist die Akzeptanz in der Bevölkerung? Wenn man aus betriebswirtschaftlichen Gründen die Kosten senken will und ein gemeinsames Bad plant, macht es keinen Sinn, wenn es nachher nicht angenommen wird. 

Gäbe es einen solchen Standort aus Ihrer Sicht, der auch akzeptiert würde von den Bürgern in beiden Städten?

Wilmsmeier: Der müsste dann unter Beteiligung der Bürger gefunden werden. 

Sie sind ausgewiesener Verwaltungs- und Finanzfachmann. In der Politik sind Sie aber bisher noch nicht groß in Erscheinung getreten. Würden Sie sich, wenn Sie am 13. September gewählt würden, eher als Stadtdirektor begreifen denn als Bürgermeister?

Wilmsmeier: Die Weiterentwicklung der Verwaltung wird mir schon sehr am Herzen liegen. Natürlich gehören auch Repräsentationspflichten zum Bürgermeisteramt dazu. Den großen Schwerpunkt würde ich aber tatsächlich auf der inneren Organisation der Verwaltung sehen. Der Transport von Informationen muss für die Ratsmitglieder fair und transparent sein, so dass Entscheidungen auf fundierter Basis getroffen werden können.

Wo würden Sie Ihre politische Position als Bürgermeister in Bad Oeynhausen sehen?

Wilmsmeier: Ich würde als Moderator im Rat für breite Mehrheiten sorgen.

Welche Rolle spielt dabei das Parteibuch der SPD, das Sie ja in der Tasche haben?

Wilmsmeier: Das ist sicherlich meine politische Heimat. Aber als Bürgermeister sehe ich meine Rolle darin, für alle Parteien für entsprechenden Informationsfluss zu sorgen, um das Beste für die Stadt zu ermöglichen.

Wie wollen Sie sich den Wählerinnen und Wählern in Bad Oeynhausen bekannt machen?

Wilmsmeier: Es wird erst mal wichtig sein, sich bei Vereinen und Verbänden vorzustellen. Wir werden die Vereine anschreiben, um zu sehen, wo drückt der Schuh und um vor Ort ins Gespräch zu kommen. Ab Mai werde ich dann Hausbesuche in den verschiedenen Ortschaften machen, um mich dort weiter bekannt zu machen.

Was trauen Sie sich bei der Wahl am 13. September zu?

Wilmsmeier: Das hängt natürlich immer davon ab, wie viele Kandidaten letztlich antreten. Aber eine deutliche Stimmenmehrheit traue ich mir zu. Dafür trete ich ja auch an.

© 2015 Neue Westfälische
12 - Bad Oeynhausen, Samstag 24. Januar 2015

 

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